gini
Öl auf Papier
30 x 40 cm
2017

Öl auf Papier
30 x 40 cm
2017

Du musst nicht sofort verstehen, worum es hier geht. Es genügt, wenn dich etwas darin berührt. Wir beginnen nicht mit Zielen. Wir beginnen mit dem, was bereits da ist: Mit dem, was du wahrnimmst. Mit dem, wer Du jetzt schon bist.
Was du wahrnimmst, ist nicht einfach „die Welt“. Es ist die Weise, wie die Welt in dir erscheint. Schon die alten Griechen wussten: Die Sinne sind keine bloßen Empfänger. Sie sind die Stelle, an der Welt und Mensch einander begegnen. Deine Wahrnehmung ist diese Schnittstelle. Und sie trägt Bedeutung.
Wir arbeiten mit zwei Bewegungen: Wahrnehmen. Und Form geben. Aisthesis – das, was sich zeigt. Poiesis – das, was wir darin erkennen. Nicht als Analyse. Sondern als behutsames Benennen. Denn sobald etwas eine Form bekommt, verändert sich deine Beziehung dazu.
Viele Menschen sind mit ihren Empfindungen verschmolzen. Hier entsteht etwas anderes: Ein leiser Abstand. Nicht als Abwehr, sondern als Möglichkeit zu sehen. Was geschieht da eigentlich in mir? Und was gehört davon wirklich zu mir?
Hier arbeiten wir nicht primär mit Konzepten, sondern mit Bildern. Mit inneren Formen, die auftauchen. In ihnen liegt oft bereits die Ordnung, nach der du suchst. Wenn du beginnst, sie wahrzunehmen und zu benennen, klärt sich etwas.
Was entstehen kann
Mehr Ruhe.
Mehr Unterscheidung.
Mehr Nähe zu dir selbst.
Und manchmal etwas sehr Einfaches:
Dass du wieder spürst, wie du in dir wohnst.
…wer stirbt, wenn ein Mensch stirbt?…
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